Gebrauchtwagen verkaufen - Wie werde ich mein Fahrzeug los?

Gebrauchtwagen verkaufen Dresden

Nach jahrelanger und intensiver Nutzung verliert Ihr Fahrzeug an Wert. Das macht einen Verkauf jedoch nicht unmöglich. Machen Sie sich keine Sorgen - mit diesen Tipps bekommen Sie ihr Fahrzeug trotz häufigem Gebrauch und potentiellen Unfallschäden zu einem akzeptablen Preis verkauft. Wie Sie Vertrauen auf der Seite des Käufers schaffen können, zeigen wir Ihnen hier. 

Was muss beachtet werden?

Wer einen Gebrauchtwagen verkauft, muss mit dem Misstrauen des Käufers rechnen. Um dieses ungute Gefühl aus der Welt zu schaffen, muss sicher gegangen werden, dass alle Mängel behoben und die Reparatur durch einen kompetenten und professionellen Service durchgeführt wurde. Die Qualität der Reparatur kann sich letzten Endes positiv auf den Verkaufspreis auswirken und dem Verkäufer mehr Geld einbringen. 

Im Folgenden machen wir Sie auf verschiedene Mängel aufmerksam, die vor dem Verkauf behoben werden sollten, um beim Interessenten Vertrauen zu erwecken. 

In erster Linie sollten oberflächliche Schäden behoben werden, die selbstverständlich das offensichtlichste Indiz für einen Unfallschaden sind. Auffällig können hier die Lackdichte und Unterschiede in der Lackfarbe sein. Kleine Kratzer im Lack jedoch sind nach häufiger und jahrelanger Nutzung zu erwarten. Um die Lackdichte zu überprüfen, können Sie ein Schichtdickenmessgerät zur Hand nehmen um potentielle Abweichungen festzustellen. Die Standarddichte des Lacks beträgt bei älteren Fahrzeugen zwischen 70 und 250 Mikrometern. Bei neueren Fahrzeugen ermisst diese bis zu 400 Mikrometer. Solange bei der Messung keine Abweichung von circa 200 Mikrometern erfasst wird, können Sie beruhigt sein. Dann liegt die Abweichung in der Norm. 

Darüberhinaus kann das Verschleißbild der Reifen auf eine intensive Nutzung hindeuten. Neben der Optik sollte auch das Fahrverhalten nicht übergangen werden. Die Fahrwerksgeometrie muss stimmen, da sich diese positiv wie auch negativ auf das Fahrverhalten des Kfzs auswirken kann. Zur Fahrwerksgeometrie zählen alle fundamentalen Größen eines Fahrwerks, wie zum Beispiel Lenk- und Spurhaltungscharakteristika. 

Zusätzlich können stark abgenutzte Pedale und verschlissene Sitze ausgetauscht werden, um das Fahrzeug optisch aufzubessern. Grundsätzlich sollten natürlich alle weiteren Schäden behoben sein, bevor ein potentieller Käufer das Auto inspiziert. Ihr Fahrzeug sollte straßentauglich und verkehrssicher sein. 

Der Kontakt mit dem Käufer

Auch wenn Sie alle Pannen behoben haben, ist es wichtig, den Interessenten ehrlich über diese aufzuklären. Um spätere Missverständnisse gar nicht erst entstehen zu lassen, sollten alle Schäden und Auffälligkeiten bereits im Fahrzeuginserat dokumentiert sein. Um so genau wie möglich zu sein, heben sie bestenfalls alle Belege zu Reparaturen auf. So kann der Käufer nicht behaupten, er hätte nichts von dem ausgebesserten Schaden gewusst. Jedoch muss sich der Käufer bewusst sein, dass ein Gebrauchtwagen Verschleißmerkmale aufweisen kann. Um dem Interessenten eine gewisse Sicherheit zu geben, können Sie vorschlagen, einen Gebrauchtwagencheck durchführen zu lassen. Der ADAC und TÜV beispielsweise bieten diesen für circa 100 Euro an. 

Die Vertragsabschließung sollte nie nur mündlich festgehalten werden. Setzen Sie einen schriftlichen Vertrag auf, damit Käufer und Verkäufer ein einheitliches Verständnis haben und alles Wichtige festgehalten wird.