Das optimale Vorgehen beim Autoexport

Exportautos

Möchten Sie Ihren Altwagen verkaufen, gibt es dafür verschiedene Wege und zahlreiche potentielle Abnehmer. Immer häufiger entscheiden sich Privatpersonen für den Export Ihres Fahrzeuges ins Ausland. Dafür haben Sie prinzipiell zwei Möglichkeiten. Entweder wenden Sie sich an einen Exporthändler oder Sie nehmen den Export selbst in die Hand. Wir informieren Sie darüber, wann sich ein Export lohnt und wie Sie diesen eigenständig und mühelos vorbereiten. 

Gründe für einen Export

Mit dem Export eines Autos sind viele private Fahrzeugbesitzer nicht vertraut. Oftmals gibt es jedoch gute Gründe für einen Verkauf ins Ausland. Besonders bei Schrottautos und Fahrzeugen ohne gültige TÜV-Plakette kann sich ein Export lohnen. Da Fahrzeuge nach einer langen und häufigen Nutzung in der Regel Schäden aufweisen, fallen meist teure Reparaturen an. Durch häufige Besuche bei einer Werkstatt summieren sich mit der Zeit die Instandhaltungskosten. Das Fahrzeug ist schlicht "verbraucht". Des Weiteren sprechen auch optische Merkmale bei einem Auto für einen Verkauf. Die Form und Farbe sind nach einigen Jahren nicht mehr modern und auch an der Innenausstattung mangelt es. Ein eingebautes Navigationssystem und eine Klimaanlage sind bei einem 10 Jahre alten Pkw normalerweise nicht vorhanden. Auch aus Sicherheitsgründen sollte ein Altwagen nach einiger Zeit durch ein Neufahrzeug ersetzt werden. Spätestens wenn das Kfz die Hauptuntersuchung nicht mehr besteht, ist ein Verkauf unumgänglich. Dann steht offiziell fest, dass das Fahrzeug Mängel aufweist, die möglicherweise die Fahrsicherheit und Straßentauglichkeit beeinflussen. In einigen Fällen muss das Fahrzeug dann sogar entsorgt werden. Da im osteuropäischen und afrikanischen Ausland weniger Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten sind, ist Ihr Wagen dort mit hoher Wahrscheinlichkeit noch auf den Straßen zugelassen. In Deutschland ist eine fehlende TÜV-Plakette ein wertmindernder Faktor, wohingegen das im Ausland nicht von Bedeutung ist. 

So bereiten Sie den Export vor

Auf Anhieb wissen die Wenigsten wie sie einen Autoexport selbst durchführen können. Gehen Sie nach folgenden Schritten vor, steht einem reibungslosen Export nichts im Wege. Vor einem Export müssen Sie die Ausfuhr Ihres Wagens anmelden. Die Ausfuhranmeldung kann Ihnen ein Spediteur ausstellen. Um diese zu erhalten, müssen Sie diesem eine Kopie des Fahrzeugbriefs und der Exportrechnung vorlegen und den Namen des Grenzzollamts nennen. Im Gegenzug bekommen Sie vom Spediteur eine Movement-Reference-Nummer, die Sie im weiteren Verlauf beim Zollamt vorlegen. Die Ausfuhranmeldung kostet Sie circa 25 Euro. Neben dieser benötigen Sie ein Ausfuhrkennzeichen. Dieses, inklusive eines internationalen Zulassungsscheins, beantragen Sie bei Ihrer Kfz-Zulassungsstelle für circa 5 Euro. Schließlich können Sie beim Zollamt den Export registrieren lassen. Für die Anmeldung benötigt das Zollamt die Zulassungsbescheinigung Teil 2, die Movement-Reference-Nummer und eine Kopie des Personalausweises des Käufers. Sind alle Daten notiert, wird geprüft, ob die Fahrzeug-Identifikationsnummer im Kfz-Brief mit der des Wagens übereinstimmen. Anschließend erhalten Sie die abgestempelte Ausfuhranmeldung. Um einen Export in erster Linie zu ermöglichen, muss Ihr Wagen für den Export versichert sein und ein Kaufvertrag vorliegen. Mit einem relativ hohen Aufwand können Sie für nur rund 30 Euro einen Export selbst organisieren.